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Ist mein Meerwasseraquarium umweltverträglich?

Ist mein Aquarium umweltverträglich und tiergerecht?

 

Aquarien, insbesondere Meerwasseraquarien trotzen hartnäckig Kritik und bösen Zungen aus dem Umweltschutzbereich. Kein anderes Haustier, mit Ausnahme natürlich exotischer Vögel, Amphibien und Reptilien, steht dermaßen im Fokus, wenn es um Nachhaltigkeit geht. 

 

Medienberichte über fragwürdige Fangmethoden, hohe Todesquoten beim Transport und selbst die Bedingungen der Nachzucht sorgen dafür, dass Meerwasseraquaristik ins Fadenkreuz von Umweltschützern rückt. 

 

 

Ist dies berechtigt?

 

Man muss sich immer vor Augen halten, dass ein wildes Tier in einem Aquarium (wie auch in einem Käfig) nicht dieselben Bedingungen wie in der Natur vorfinden kann. Durch moderne Technik und optimale Pflege ist es jedoch möglich, den Tieren sehr gute Rahmenbedingungen zu bieten. 

 

Beginnen kann man bereits bei der Auswahl der Tiere. Endgröße und Sozialverhalten sind insbesondere bei Fischen wichtige Faktoren für ein entspanntes Zusammenleben im Aquarium. Ein beratendes Gespräch mit einem Spezialisten ist hierbei unumgänglich. Wichtig zu wissen ist auch, dass manche Arten krankheitsanfälliger sind als andere, und somit schneller sterben und zum Nachkauf verleiten. 

 

 

Die ewige Frage: Nachzucht oder Wildfang? 

 

Dies ist ein wichtiges Thema, zu dem es allerdings keine klare Antwort gibt.

Grundsätzlich gilt: Nachzucht ist nachhaltiger als Wildfang, keine Frage. Dennoch muss man sich vor Augen halten, dass bei der Nachzucht nicht selten „überzüchtet“ wird, um auf sich ändernde Wünsche der Kunden einzugehen. Teilweise kommt es zu einer künstlichen Veränderung der Körper- oder Flossenform, da diese als schöner empfunden wird. Das gleiche gilt für die Nachfrage nach leuchtenderen, ausgefalleneren Farben. Veränderungen der ursprünglichen Genetik der Tiere können allerdings zu höherer Anfälligkeit und verkürzter Lebensdauer führen. 

 

 

Man muss unterscheiden: Deutsche Nachzucht vs. Import-Nachzucht

 

Importzierfische kommen vermehrt aus asiatischen Ländern, da hier viele Fische und andere Meeresbewohner schon von Natur aus farbenfroh und nett anzuschauen sind. In diesen Ländern gibt es allerdings häufig geringere Auflagen was z.B. die Behandlung mit Medikamenten angeht, um zu verhindern, dass die auf engstem Raum lebenden Tiere erkranken. 

 

Dies verhindert jedoch nicht, dass die Tiere, einmal in der neuen Heimat angekommen, trotz der hohen Medikamentenbelastung nicht mit der neuen Umgebung und den „einheimischen“ Artgenossen zurechtkommen, sich mit ihnen unbekannten Keimen infizieren und nach ein paar Tagen sterben.

 

Zuvor stellt der Transport der Import-Fische jedoch bereits eine große Herausforderung da. 

Aus den Ursprungsländern geht es zunächst zu den europäischen Zwischenländern, dann weiter zu den Einzelhändlern, Strapazen also, die die Tiere stressen. Auch ist es schwierig, den Tieren durchgängig dieselben Wasserbedingungen zu bieten, während sie diese vielen Stationen durchlaufen. 

 

Ein Vorteil ist, dass Tiere aus Nachzucht generell futterfest in den Handel kommen und in der Hinsicht leichter einzugewöhnen sind. 

 

Der durch Transport entstehende Stress betrifft natürlich auch Wildfänge, vom Fang an sich mal ganz zu schweigen.

 

Man kann aber davon ausgehen, dass Wildfänge nur noch die sind, die sehr aufwändig in der Nachzucht sind, d.h. die sehr spezielle Bedingungen brauchen, um sich fortzupflanzen oder wo die Jungtiere Bedingungen benötigen, die im Aquarium nur schwer nachzustellen sind. 

 

Man kann auch nicht pauschal sagen, dass jeder Wildfang der Umwelt schadet. In vielen Regionen sind die Menschen vom Fischfang für den europäischen Zierfischmarkt abhängig. Es liegt in ihrem Interesse, diese Einkommensquelle für ihre Nachfahren zu erhalten, sodass man davon ausgehen kann, dass sie auf Nachhaltigkeit Wert legen. Theoretisch gibt es in allen Ländern auch Behörden, die Fang, Haltung und Transport kontrollieren. Beim Import verlangen zumindest alle europäischen Länder gewisse Zertifikate. 

 

Wildfängen wird nachgesagt, dass sie etwas „anspruchsvoller“ sind, wobei dies lediglich bedeutet, dass sie wassertechnisch gerne die gleichen Bedingungen haben wie in der Heimat. 

 

Generell kann man davon ausgehen, dass Fische aus Wildfang gesund sind, da ein schwaches Tier in freier Wildbahn nicht überleben könnte. 

 

 

Unser Fazit: Ein Meerwasseraquarium kann man durchaus guten Gewissens genießen, wenn man gewisse Dinge berücksichtigt. Eine gute und zuverlässige Pflege des Beckens sowie der Tiere ist unerlässlich, denn nur so ist eine lange Lebensdauer und somit Nachhaltigkeit garantiert. 

 

 

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